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Gendermedizin-Kongress krönt Wissenschaftsjahr: Das könnte manches in Gang setzen

Am 4. und 5. November findet in Berlin der international besetzte Kongress „Sex and Gender in Biomedical Medicine – Implications on Health Care“ statt. Kongresspräsidentin und Vorsitzende des Organisationskomitees dieser vom Bundesministerium für Forschung und Bildung geförderten Veranstaltung ist Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.
Ein Kongress zur Gendermedizin als Abschluss des „Jahres der Wissenschaft 2011 – Forschung für Ihre Gesundheit“, das ist doch gar nicht hoch genug einzuschätzen....

Prof. Pfleiderer: Das sehe ich auch so und freue mich deshalb, diesen Kongress als Präsidentin begleiten zu können. Schon in der Vorbereitung sind wir auf breites Interesse gestoßen, nicht nur bei potenziellen Beteiligten, sondern auch in Institutionen, die vordergründig mit dem Thema noch wenig befasst sind. Das zeigt – in Bezug auf die geschlechterspezifische Medizin sind Veränderungen im Gange, zum Positiven.

Was werden die Teilnehmer/-innen in Berlin hören?

Prof. Pfleiderer: Wir haben ein Programm, das den Versuch unternimmt, die ganze Breite von Themen zu erfassen, das Geschlechtsspezifische in der Medizin zu zeigen. Das beginnt bei den kardiologischen Erkrankungen, führt über Tumoren, Schmerz, neurologische Krankheiten, Depression, Hormone, berührt Themen der Grundlagenforschung ebenso wie Fragen der Versorgungsforschung. Der Kongress ist so breit aufgestellt, weil er Impulse in verschiedene Bereiche der Gesellschaft hinein geben will.

Die Referentenliste liest sich wie das Who is Who der internationalen Gender Medicine...

Prof. Pfleiderer: Es geht ja nicht zuletzt um eine internationale Bestandsaufnahme. Wir haben bis jetzt Anmeldungen aus 15 Ländern, und darunter sind interessanterweise nicht nur solche, die in der Gendermedizin sowieso schon eine führende Rolle spielen, wie Schweden, Österreich, USA oder Niederlande. Auch Gäste aus Georgien, Tschechien, Nigeria, Südkorea sind darunter. Man darf gespannt sein.

Obwohl der englische Titel eine Expertenrunde vermuten lässt, ist der Kongress offen für alle Interessent/-innen?

Prof. Pfleiderer: Ich denke, das ist das Spannende daran. Kongresssprache sind Deutsch und Englisch, es gibt keine Teilnahmegebühr. Den Veranstaltern ist an einer interessierten Öffentlichkeit für dieses Thema gelegen, nicht an einem Closed Shop...

Dann wird es ganz sicher auch für unser Netzwerk „Gendermedizin & Öffentlichkeit“ nicht nur eine Reihe spannender Impulse, sondern auch viele neue Kontakte geben!

Anmeldeschluss der Onlineregistrierung: 14.Oktober 2011
Weitere Informationen und Anmeldung: www.gendermedcongress2011.net