"Ich esse meine Suppe nicht ...“ – immer häufiger

Die Prävalenz von Essstörungen hat in den vergangenen beiden Dekaden gerade unter vorpubertären Kindern deutlich zugenommen. Das berichten Psychologen um Kaitlin Rozzell von der San Diego State University in der Studie „Adolescent Brain Cognitive Development“ (ABCD) (JAMA Ped 2018, online 26. November).
Das Forscherteam um Rozzell fand nun bei 52 Kindern eine Essstörung – das sind 1,4 Prozent. Zum Vergleich: Bei Jugendlichen und Erwachsenen wird eine Prävalenz von 3 bis 5 Prozent angenommen. Die Prävalenz unter vorpubertären Kindern erscheint damit 14-fach höher als noch zu Beginn des Jahrhunderts. 

Geschlechterdifferenzen wurden bei den Neun- bis Zehnjährigen hingegen kaum beobachtet. Jungen waren sogar etwas häufiger betroffen als Mädchen (1,6 versus 1,1 Prozent), der Unterschied erwies sich jedoch als nicht signifikant.
Mädchen in der Pubertät und junge Frauen sind drei- bis sechsfach häufiger betroffen als Jungen und Männer.